Motorradhelm Ratgeber - Tipps und Empfehlungen - BikerPassion.de Skip to main content

Vielen stellen sich die Frage: Welcher Helm ist am besten für mich geeignet? Integralhelm, Klapphelm, Motocross Helm oder doch einen Jethelm? Wie muss der Helm sitzen?
Bei unserem Motorradhelm Ratgeber erfährst Du kurz und kompakt das Wichtigste rund um das Thema Motorradhelme, welche Typen es auf dem Markt gibt und worauf Du beim Kauf achten solltest.

 

 

 

 

Die verschiedenen Typen

 

Integralhelm

Bieten konstruktionsbedingt höchste Sicherheit in Sachen Helmen. Sowohl die Kopfumschließende Bauform, als auch die Verarbeitung und das verwendete Material bieten größtmöglichen Schutz, sowie beste Schlagdämpfungswerte. Kein Wunder, wenn man bedenkt dass hier Fiberglas, Aramid, Polyethylenfasern, Carbon uvm. zum Einsatz kommen.
Alles in Allem bringen es gute Modelle auf unter 1400 Gramm, was natürlich bei längeren Touren oder flotter Fahrweise Gold wert ist. Da verwundert es wenig, dass seit jeher die meisten Rennserien wie Superbike, IDM und die MotoGP auf diese Art Helme setzt.
Ausgeklügelte Belüftungssysteme, niedriges Gewicht und das immer wichtiger werdende aerodynamische Design tragen zum Komfort dieser Modelle bei.

Oftmals Problematisch stellt sich das Tragen von Integralhelmen für Brillenträger raus. Das Modell von HJC R-PHA 11, was wir übrigens wärmstens Empfehlen, berücksichtigt dies durch angepasste Innenpolster.

 

 

Klapphelm

Diese haben in den letzten Jahren enorm aufgeholt was Sicherheit angeht. Moderne Klapphelme mit deren hochklappbaren Kinnteil sind längst nicht mehr so schwer und klobig wie einst. Besonders angenehm bei kurzen Stopps, wie zum Zahlen an der Tankstelle oder beim Brötchen holen nebenan. Ein besonders wichtiger Aspekt ist der Zugang zu einem Verletzten. Das Abnehmen des Helmes fällt viel leichter und Erste-Hilfe-Maßnahmen können auch im hochgeklappten Zustand durchgeführt werden.

Was negativ auffällt ist der etwas schlechtere Lärmschutz. Motor- oder Windgeräusche werden nicht ganz so gut gefiltert, was auch unter dem Aspekt Sicherheit fällt. Darunter leidet dann auch die Konzentration und die Belastung des Körpers nimmt zu, was gerade auf längeren Touren auffällt. Hier muss beim Kauf genauer hingesehen werden. Zudem sind die Klapphelme oftmals etwas schwerer als die Integralhelme.

 

 

Jethelm

Lifestyle, Wind auf der Haut, das Gefühl von Freiheit. Das alles vermittelt die Kategorie Jethelm. Die sehr „luftige“ Konstruktion schützt leider nicht so gut wie Integral- oder Klapphelme, punktet aber in Sachen Tragekomfort und Styling. Gerade Chopper- und Rollerfahrer schätzen diese, vom Gewicht her leichten Modelle, sehr. Kurzstrecken und häufiges Fahren in der Stadt liegt hier mehr im Sinne der Erfinder, als lange „kilometerfressende“ Fahrten mit höheren Geschwindigkeiten. Demzufolge gibt es für Besitzer leistungsstärkerer Maschinen geeignetere Helmtypen. Wer trotzdem nicht verzichten mag, kann auch auf sogenannte „Modularhelme“ zurückgreifen. Diese können durch ein separates Kinnteil erweitert werden, woraus letztendlich wieder ein Jethelm wird.

 

Cross- / Endurohelm

Charakteristisch hierfür ist das weit abstehende Kinnteil, welches für eine bessere Belüftung sorgen soll. Weiter fällt der Sonnenschutz auf. Dieser soll das Blenden der Sonne auch dann verhindern, wenn es mal steiler bergauf geht, was beim Cross-fahren öfters der Fall ist.

Nebenbei punktet der Crosshelm durch das geringe Gewicht, was wichtig ist, wenn man die Last des Körpers bzw. des Kopfes abfedern muss. Entscheidet man sich für diesen Helm, fällt noch zusätzlich der Kauf einer geeigneten Schutzbrille an, da das Visier nicht mit enthalten ist. Zusätzlich sollte man ein Auge auf den Kinnschutz werfen. Bei Billigmodellen versteckt sich oft kein ausgeklügeltes Belüftungssystem dahinter, sondern lediglich eine Attrappe, die eher aus optischen Gründen dran ist.

 

Halbschalenhelm

Für viele Chopper-, Oldtimer- und Harley-Fahrer nicht mehr wegzudenken. Diese „Braincaps“ sehen zwar echt schnittig aus, bieten aber den mit Abstand geringsten Schutz. Sie schützen weder Kinn noch Gesicht, was aber nicht heißen soll, dass das verwendete Material minderwertig ist. Ganz im Gegenteil. Sie bestehen, wie die meisten anderen Modelle auch, aus Fiberglas und andere hochwertigen Stoffe. Trotzdem ist es wichtig in eine gute Schutzbrille zu investieren. Wie eingangs schon beschrieben sind Helme auch ohne ECE-Zeichen im Straßenverkehr erlaubt, aber im Falle eines Unfalls aus Versicherungstechnischen Gründen „problematisch“.

 

Normen

 

ECE-R 22.05

Wer hierzulande keinen Helm trägt, muss mit einem Verwarngeld rechnen (seit 1976 Tragepflicht!). Wichtig ist hier die ECE-R 22.05.
Es besteht kein Zwang zum Tragen eines solchen Helmes, da die StVO nur das Tragen eines „geeigneten Schutzhelmes“ vorschPrüfung_helmreibt. Nichts desto trotz muss angemerkt werden, dass die Versicherung im Schadensfall Probleme machen könnte.

Auch deshalb werden nahezu alle angebotenen Modelle mit besagter Norm verkauft.

 

 

Wie ein Helm sitzen sollte

Vorwort

Der wichtigste Teil der Schutzkleidung ist der Helm. Nicht umsonst gilt hier auch die Helmpflicht.

Die Suche nach einen für Sie geeigneten Helm, kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch wenn es mal etwas länger dauert, sollte man hier nichts überstürzen. Mit etwas Geduld findet jeder das Passende, ganz sicher. In unserem Motorradhelm Ratgeber wollen wir Euch paar Tipps zum Kauf geben!

 

Probieren

Jeder Helm fällt unterschiedlich aus, sodass man nicht strikt von einer Größe ausgehen kann. Außerdem hat jeder Mensch eine individuelle Kopfform. Hier lohnt es sich Verschiedene anzuprobieren. Nach ein paar Versuchen kriegt man schon langsam ein Gefühl was eventuell passen könnte. Also Probieren geht über Studieren!

 

Sitz überprüfen

Hat man erst einen Helm auf, kann man mit verschiedenen Methoden prüfen wie gut der dieser sitzt. Dazu versucht man zwei Finger zwischen Helm und Kopf zu stecken. Gelingt das, sollte man zu einer kleineren Nummer greifen.
Weiter versucht man den Helm bei geschlossenem Kinnriemen zu fixieren, um anschließend den Kopf zu drehen. Hierbei sollte sich die Haut an der Stirn mitdrehen.

 

Nur mit der Ruhe

Anfangs kann es schon mal drücken, das legt sich aber mit der Zeit, da sich die Polster dem Gesicht anpassen, weicher und geschmeidiger werden. Am besten man behält den Helm einfach mal 10-15 Minuten an und schaut wie man damit zurechtkommt. Keinesfalls sollte es übertrieben eng oder gar wehtun. Schmerzen verhindern die Konzentrationsfähigkeit und das Unfallrisiko steigt!

 

Ausstattung

verspiegeltes-visier-hjc

Apropo Polster. Diese sind bei gut ausgestatteten Modellen austauschbar, genauso wie Visier, Aerodynamikspoiler, Windabweiser, Atemabweiser, Nackenbelüftung, Kinnbelüftung, und mehr. Gerade bei den Polstern ist es super diese ersetzen zu können, sei es aus hygienischen Gründen oder um diversen Schäden auszubessern. Eine tolle Sache ist auch das sogenannte Pinlock-Visier. Hierbei ist eine zweite, kleinere Kunststoffscheibe mit der Hauptscheibe verbunden, was ein Beschlagen durch die Atemluft verhindert. Besonders empfehlenswert an etwas kälteren oder nassen Tagen. Bei getönten Visieren muss beachtet werden, dass man diese nur benutzt, wenn es die Verhältnisse zulassen. Das heißt wenn es Sonnig ist und nicht schon dämmert oder gar dunkel ist. Auch hier kann es zu Versicherungstechnischen Problemen führen, wenn man in einem Unfall verwickelt ist und die Verhältnisse kein getöntes Visier erfordert haben. Egal ob man letztendlich Schuld daran ist oder nicht!

 

Brille muss mit

Sehhilfen müssen im Straßenverkehr getragen werden,egal ob Kontaktlinsen oder Brille. Deshalb ist es wichtig diese auch bei der Anprobe aufzusetzen. Achtung: Quarzgläser neigen stärker zum Beschlagen und können bei einem Unfall splittern! Hier empfiehlt es sich Kunststoffgläser zu verwenden.

 

Sturmhaube

Sturmhauben sind eine tolle Sache. Man schwitzt nicht mehr so viel in den Helm und bei kälteren Bedingungen halten diese schön warm. Wer darum gerne zu einer greift und diese regelmäßig benutzt, sollte das unbedingt bei der Anprobe beachten. Sie tragen ordentlich auf und wenn man das nicht auf der Rechnung hat, ist der Ärger später groß.

Probefahrt

Es gibt Motorradstores die über eine Art Windkanal verfügen. Grundsätzlich top, bloß können Faktoren wie Kälte, Nässe, Verkehrs- und Motorgeräusche nicht  simuliert werden. Daher lohnt es sich das gewünschte Objekt auszuleihen und einfach eine Probefahrt zu starten. Hier zeigen sich die meisten Stores sehr freundlich und entgegenkommend.

 

Zu guter Letzt

Lass dich nicht abschrecken wenn es sich nach viel „Arbeit“ anhört, ist alles halb so wild.  Einfach ein wenig Suchen und Probieren. Am Ende ist man glücklich und zufrieden wenn alles passt und man ein sicheres Gefühl beim Fahren hat!

 

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