Auspuffanlage Endschaldämpfer Nachrüsten Tipps - BikerPassion.de Skip to main content

 

Ein Motorrad, ganz ohne Sound? Undenkbar! Nicht verwunderlich also, dass die Auspuffanlage das erste Ziel ist, die Charakteristiken des Motorrads zu verändern. Dabei spielt nicht nur die Akustik eine Rolle. Serien Endtöpfe machen meist den Eindruck, als ob sich die Designer für dieses Teil am wenigsten Zeit genommen hätten. Zum Beispiel der Endschalldämpfer der neuen Suzuki GSX-R, die ich vor kurzem Test fahren durfte. Eine visuelle Verbesserung ist demnach als positiver Nebeneffekt garantiert. Zudem wiegen die schlanken Nachrüstendschalldämpfer oder Anlagen oft nicht mal halb so viel wie die klobigen Serienteile. Deutschland wäre aber nicht Deutschland, wenn es dafür keine Regularien geben würde. Bei Missachtung von rechtlichen Bestimmungen, kann man mit empfindlichen Strafen rechnen.
In diesem Beitrag möchte ich kurz auf paar gesetzliche Aspekte eingehen, die bei der Kaufentscheidung einer Auspuffanlage mit einbezogen werden sollten.

 

Betriebserlaubnis

Das A und O ist die Betriebserlaubnis. Wurde dem Zubehör keine EG-Betriebserlaubnis ausgehändigt, so sollte man die Finger davon lassen. Dies kann bei einer Polizeikontrolle zur sofortigen Stilllegung führen. Doch wie finde ich heraus, ob meine „Wunsch Auspuffanlage“ zugelassen ist? Im optimalen Fall, wurde die Auspuffanlage mit einer „E-Nummer“ gekennzeichnet (siehe Bild). Diese vierstellige Nummer sagt aus, für welches Motorrad das Zubehör zugelassen ist. Laut §19 StVZO muss dieses nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Die mitgelieferten Papiere zur Betriebserlaubnis müssen in diesem Fall auch nicht mitgetragen werden. Perfekt!
Hat die Auspuffanlage oder der Endschalldämpfer nur eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), so muss diese vom TÜV abgenommen und bei der Zulassungsstelle eingetragen werden. Im Zweifel immer den Hersteller oder den Händler um nähere Informationen bitten. Dabei kann ich besonders www.kamabikeparts.de empfehlen, die eine große Auswahl an Motorradzubehör, sowie einen Kundenservice anbieten.

 

Geräuschvorschrift

Bisher durften die Fahrgeräusche laut einer EU-Richtlinie nicht 80 dB(A) überschreiten. Mit paar Tricks konnten die Hersteller jedoch die Grenze legal umgehen. Da man immer nur bei selber Geschwindigkeit und Motorleistung messen musste, konnten die Hersteller dafür sorgen, dass die Lautstärke in diesem Bereich möglichst gering gehalten wird.
Ab 2016 geht aber eine neue EU-Verordnung UNECE-R 41.04 hervor, welche besagt, dass ein Höchstwert zwischen 73 und 77 db(A) nicht überschritten werden darf. Zudem müssen diese Werte in verschiedenen Fahrzuständen eingehalten werden. Allerdings brauchen sich momentan die meisten nicht davor fürchten. Es gilt ein Bestandsschutz für alle Motorräder, die vor dem 01.01.2016 zugelassen wurden.

 

Katalysator

Sowohl bei den Original Auspuffanlagen, als auch Nachrüstanlagen herrscht Katalysatoren Pflicht. Es könnte sonst Probleme bei der AU (Abgasuntersuchung) geben. Allerdings gibt es auch da eine Ausnahme: Motorräder, die vor 2006 zugelassen wurden, also EURO2 genormte Maschinen, dürfen mit Auspuffanlagen ohne Katalysator nachgerüstet werden.  Allerdings nur, wenn das Zubehör vor dem 18.05.2006 die Betriebserlaubnis bekommen hat.

 

 

Wenn diese Punkte beachtet wurden, dann sollte dem Klangerlebnis mit Gänsehautgarantie nichts mehr im Wege stehen!